Achtung-Aufgepasst

Warnung vor falschen “Kriminalbeamten”

Vorsicht bei Anrufern, die sich am Telefon als “Kriminalbeamte” ausgeben und nach Ihren Wertsachen oder Bargeld fragen! Sie geben vor, Ihre Wertgegenstände vor Einbrechern schützen zu wollen, versuchen damit aber nur Zugang zu Ihrer Wohnung zu erhalten. Machen Sie deshalb weder am Telefon noch an der Haustür Angaben zu Ihren Wertsachen! Öffnen Sie Fremdem nicht leichtsinnig Ihre Wohnungstür. Echte Kriminalbeamte stellen solche Fragen nicht. Sollten Sie Anrufe dieser Art erhalten oder an der Wohnungstür entsprechend befragt werden, beenden Sie die Gespräche und informieren Sie bitte umgehend die Polizei. Ihr Seniorenbeirat nimmt diese Informationen von Ihnen selbstverständlich auch gern entgegen und leitet sie an die örtliche Polizei weiter.

Vorsicht auch beim sogenannten ‚Enkeltrick‘

Aus der Berliner Morgenpost (8.10.2018)

Berlin. Die Polizei hat zwei mutmaßliche Trickbetrüger in Spandau festgenommen, die eine 82-Jährige um ihr Erspartes bringen wollten. Die 22 und 24 Jahre alten Männer hatten sich als Polizist und als Oberstaatsanwalt ausgegeben und die Frau zur Auflösung eines Bankdepots aufgefordert. Wie die Polizei am Montag mitteilte, gelangten die beiden tatsächlich in den Besitz des Geldes, allerdings waren Beamte bereits im Voraus von der Bank auf den Fall aufmerksam geworden und rechtzeitig eingeschritten.

Zunächst hatte einer der Männer die alte Dame telefonisch davon überzeugt, ihr Depot zu kündigen – angeblich, um sich vor einem Maulwurf in der Bank zu schützen. Die Frau folgte den Anweisungen und bewahrte ihr Erspartes fortan in der eigenen Wohnung auf. Danach forderte der vermeintliche Oberstaatsanwalt die Frau auf, das Geld in eine Handtasche zu packen und diese aus dem Fenster zu werfen. Die Seniorin kam auch dieser Aufforderung nach. Als die Männer sich ihre Beute geschnappt hatten, griff die Polizei zu. Am Sonntag erließ ein Richter Haftbefehl.

Eine Information der Polizei (8.10.2018)

Ende September wurde eine Brandenburger Seniorin von einem vermeintlichen Polizisten angerufen. Dabei wurde der Frau erklärt, dass ihr Sohn einen Verkehrsunfall hatte und im Krankenhaus liegt. Der Sohn sei Schuld an dem Unfall. Um einen Führerscheinverlust abzuwenden, soll sie 2300€ an den Geschädigten dieses Unfalls bezahlen. Ihr Ehemann soll unverzüglich zur Polizei gehen.

Der Unfall wie auch der Polizist waren erfunden. Das konnte die Frau aber nicht wissen. Sie konnte zu ihrem Glück nur 1000€ abheben und übergab es dem falschen Geschädigten. Als sich dann herausstellte, dass es keinen Unfall gab und der Sohn nicht im Krankenhaus lag, war es zu spät. Mann und Geld waren weg.

Was kann man bei solchen schockierenden Anrufen machen?

– Ruhe bewahren und nicht Kopflos den Anweisungen des Anrufers folgen.

– Rückversichern! Z. B. den Sohn oder wer auch immer geschädigt sein sollte, anrufen. Oder weitere Familienangehörige anrufen und nachfragen.

– Das Krankenhaus anrufen und nachfragen, ob die Person dort eingeliefert wurde.

– Die Polizei anrufen und nachfragen, ob es einen solchen Unfall (oder auch ein anderes schlimmes Ereignis) tatsächlich gegeben hat. Stellt sich dabei heraus, dass es ein Betrugsversuch ist, auf jeden Fall die Polizei über die 110 verständigen.

Noch ein Hinweis: Die Polizei würde NIE über Telefon Anweisungen über eine Geldeinzahlung oder Geldübergabe bewerkstelligen.

Achtung! Erhöhte Einbruchsgefahr!